Die Forscherinnen und Forscher des Instituts für Soziale Ökologie bemühen sich, die Interaktion zwischen sozialen und natürlichen Systemen als deren Koevolution theoretisch und methodisch fundiert zu beschreiben.

Den Kern einer sozial-ökologischen Theorie bilden die Konzepte "Gesellschaftlicher Metabolismus" und "Kolonisierung natürlicher Systeme." Darin verbinden sich Vorstellungen aus den verschiedensten Wissenschaftstraditionen - Biologie, Soziologie, Ökonomie, Technik, Geschichte, Geografie und Kulturanthropologie - zu einer kohärenten Sichtweise der Gesellschaft-Natur-Beziehung.

Diese Sichtweise bringen die Forscherinnen und Forscher des Instituts für Soziale Ökologie ein bei der konzeptuellen wie praktischen Entwicklung von Informationssystemen für die Umweltfolgen menschlichen Handelns ("pressures upon the environment"), und sie leitet unsere Forschung zu ökologischen und sozio-ökonomischen Aspekten nachhaltiger Entwicklung im lokalen, nationalen und globalen Maßstab.

Das Methodenspektrum erstreckt sich von Material- und Energieflussanalysen (MFA und EFA) und auf GIS und Fernerkundung basierten Verfahren über systemische Akteurs- und Organisationsanalysen bis zur Arbeit mit historischen Quellen. Zunehmend werden auch Modellierungsverfahren zur Datensimulation, zur synthetischen Präsentation von Ergebnissen und als Grundlage für Szenarios benutzt. Ermöglicht wird dies durch eine stabile interdisziplinäre Kooperationskultur und intensive Teamarbeit.

Themenfelder

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Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-03-20 - 2018-04-19

Seit der Implementierung der ersten Europäischen Strategie für Umweltgesamtrechnung (ESEA) in 2003 haben Europäische politische VertreterInnen die Wichtigkeit der Umweltgesamtrechnung als Instrument für nachhaltige Entwicklung und die EU Umweltpolitik erkannt. Eurostat ist, gemeinsam mit den nationalen statistischen Ämtern, verantwortlich für die Berichterstattung. Um die Mitgliedsstaaten in der Aufbereitung der vielfältigen Daten der Umweltgesamtrechnung zu unterstützen, stellt Eurostat Handbücher, Fragebögen, und Datenbanken bereit, oder führt Pilotstudien in einzelnen Ländern durch. Die Materialien dazu sind auf der Eurostat website verfügbar. Manche der vielfältigen Eurostat Aktivitäten werden an Vertragsnehmer ausgelagert. Dieser Vertrag umfasst unterstützende Leistungen in der Datenermittlung und Weiterentwicklung der physischen Umweltgesamtrechnung (Lot 6). Innerhalb des Vertrages ist das Institut für Soziale Ökologie verantwortlich für die Abhaltung eines Training-Workshops für VertreterInnen der Europäischen Statistischen Ämter zu den Methoden der Materialflussanalyse.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-03-30 - 2019-03-29

Seit der Implementierung der ersten Europäischen Strategie für Umweltgesamtrechnung (ESEA) in 2003 haben Europäische politische VertreterInnen die Wichtigkeit der Umweltgesamtrechnung als Instrument für nachhaltige Entwicklung und die EU Umweltpolitik erkannt. Eurostat ist, gemeinsam mit den nationalen statistischen Ämtern, verantwortlich für die Berichterstattung. Um die Mitgliedsstaaten in der Aufbereitung der vielfältigen Daten der Umweltgesamtrechnung zu unterstützen, stellt Eurostat Handbücher, Fragebögen, und Datenbanken bereit, oder führt Pilotstudien in einzelnen Ländern durch. Die Materialien dazu sind auf der Eurostat website verfügbar. Manche der vielfältigen Eurostat Aktivitäten werden an Vertragsnehmer ausgelagert. Dieser Vertrag umfasst unterstützende Leistungen in der Datenermittlung und Weiterentwicklung der physischen Umweltgesamtrechnung (Lot 2). Innerhalb des Vertrages ist das Institut für Soziale Ökologie in den Teilbereich der Materialflussanalyse (MFA, task 2) involviert, im speziellen umfasst das im Jahr 2018 folgende Aktivitäten: (1) Revision (insbesondere die Berechnung der Abfallströme) und Neuberechnung des DPO und der balancing items, (2) Entwicklung einer Standardmethode für eine Dekompositionsanalyse der Air Emission Accounts (AEA).
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2021-08-31

Das Ziel von InnoForESt ist es, durch die Förderung von Innovationen für die nachhaltige Bereitstellung und Finanzierung von Waldökosystemdienstleistungen eine Umgestaltung des europäischen Forstsektors zu bewirken. Das Projekt wird die Steuerung realisierbarer Innovationen und eines Netzwerks mit mehreren Akteuren unterstützen, indem es auf wegweisenden politischen Instrumenten und Geschäftsmodellen aufbaut, neue Allianzen eingeht und wichtige Interessengruppen aus Politik, Verwaltung und Unternehmen, die sich auf die Forst- und Forstwirtschaft beziehen, einbezieht. InnoForESt wird sechs einrichten reale Piloten, die eine Reihe erfolgreicher Abstimmungsansätze und Geschäftsmodelle repräsentieren. Das Projekt wird den Transfer und das Upscaling bestehender Nischenmodelle sowie die Entwicklung neuer Innovationen erleichtern, um die Realisierbarkeit alternativer Einkommensströme aus einem vielfältigen Set von Waldökosystemdienstleistungen zu demonstrieren. Die Fallstudienregionen repräsentieren eine Vielzahl biophysikalischer Bedingungen und institutioneller Rahmenbedingungen in ganz Europa. Die Kernelemente von InnoForESt sind: (i) Netzwerke mit mehreren Akteuren, (ii) digitale und physische Innovationsplattformen, (iii) vereinfachte Innovationsprozesse für Unternehmens- und Politikgestaltung, (iv) Generierung von Informationen und Unterstützung der künftigen nationalen und EU-Forstpolitik. In den Netzwerken tauschen die Interessengruppen Ideen, Wissen und Praktiken aus. InnoForESt hat bereits eine Vielzahl von Praxispartnern beauftragt, um den Kern der Netzwerke zu etablieren. Die Innovationsplattformen werden als Knotenpunkte und als Räume für Austausch und Lernen dienen. Das Projekt wird die Ergebnisse auf die europäische Ebene ausdehnen und dabei das gründliche Verständnis der sozial-ökologischen Landschaft Europas sowie die Auswirkungen verschiedener Governance-Mechanismen auf die Nachhaltigkeit nutzen. Die Lektionen werden in einen Fahrplan für die Bereitstellung von Service-Bündeln für Waldökosysteme und ein breites Spektrum an Verbreitungs- und Kommunikationsaktivitäten einfließen. Dies wird letztendlich zu einer besseren Koordinierung der Politik, dem Wohlergehen der EU-Bürger und der ökologischen Integrität von Waldökosystemen führen.