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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-01 - 2021-06-30

Die Steuerung des Güterverkehrs ist in den letzten Jahren in den Fokus der öffentlichen Verwaltung gerückt. Insbesondere in den Ballungsräumen wird unter dem Begriff City-Logistik versucht, die städtische Infrastruktur zu entlasten und gleichzeitig die Versorgungsqualität in der Stadt zu verbessern. Darüber hinaus nutzt der Güterverkehr die Straßen wegen der hohen Achslasten wesentlich stärker ab als der Personenverkehr und ist somit für die Planung der Straßenerhaltung von essentieller Bedeutung. Diese Problemlage motiviert die Länderverwaltungen in der Österreichischen Ostregion – Wien, Niederösterreich und das Burgenland – den Aufbau eines Planungsverkehrsmodells für den Güterverkehr zu erwägen. Das gegenständliche Forschungsprojekt ist die Umsetzung dieses Vorhabens.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2020-08-31

Steigender Güterverkehr in Städten sowie die Forderung des „EU Weißbuchs Verkehr“ nach einer im Wesentlichen CO2-freien Stadtlogistik in größeren städtischen Zentren bis 2030 machen bereits heute grundlegende Veränderungen notwendig. Kurier-Express-Paket-Dienstleister (KEP) werden zukünftig vor der Herausforderung stehen, nach Möglichkeiten für den Umschlag in urbanen Gebieten suchen zu müssen, und dabei mit der generellen Flächenknappheit konfrontiert sein. Im Projekt MiHu wird ein kooperativ genutzter Midi-Hub anhand eines generischen Modells simuliert und ein Beurteilungsrahmen für potenziell geeignete Standorte ausgearbeitet. Der Begriff Midi-Hub bezeichnet in diesem Projekt ein innerstädtisches Güterkonsolidierungszentrum, das die Kapazität besitzt, einen größeren Stadtteil (nicht nur ein Quartier) mit Gütern zu versorgen und von mehreren KEP-Dienstleistern gemeinsam genutzt wird. MiHu geht einen wichtigen Schritt weiter als bisher durchgeführte Projekte: Es untersucht Prozesse im Hub, welche üblicherweise separat von einzelnen KEP-Dienstleistern und somit von mehreren Stellen parallel durchgeführt werden, und analysiert Möglichkeiten der Prozesskonsolidierung. Dies umfasst auch den Personal- und Fahrzeugeinsatz. Durch die Zusammenarbeit mehrerer großer KEP-Dienstleister (durch LOI beteiligt: Österr. Post AG, GLS, DHL, DPD, UPS) können Grundlagen für die effiziente Gestaltung und Nutzung urbaner Logistikflächen erarbeitet und die Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrssektors gestärkt werden. Auch Möglichkeiten der Mehrfachnutzung dieser Logistikflächen sowie eine effiziente Zu- und Abflusssteuerung zu/von Midi-Hubs werden untersucht. Die Entwicklung eines generischen Modells zur Standortwahl von urbanen Midi-Hubs bietet zukünftigen Vorhaben rund um die Etablierung von Midi-Hubs eine multikriterielle Entscheidungsunterstützung auf Basis qualitativer und quantitativer Faktoren. Dafür wird die Methode des Analytischen Hierarchieprozesses (AHP) angewendet. Ein generisches Optimierungsmodell erlaubt die Analyse des mit dem Midi-Hub in Verbindung stehenden Stadtverkehrs sowie dessen Potenzial für eine Verkehrsverminderung und somit auch für die Reduktion von Emissionen in urbanen Gebieten. Ganz im Sinne des Interessensausgleichs zwischen Verkehrsweg / Lebensraum Mensch / Ökosystem zeichnet sich das Projekt MiHu durch einen konsequenten Stakeholdergruppen übergreifenden Ansatz aus (Stadtverwaltung, Bürgerinnen und Bürger, KEP-Dienstleister etc.). Durch die Entwicklung eines kollektiven Zielsystems, das außerdem nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und soziale Ziele der unterschiedlichen Stakeholdergruppen berücksichtigt, kann das Projektvorhaben gesamtheitlich bewerten werden. Das generische Modell wird anhand einer Fallstudie in Wien getestet, die Ergebnisse können auf andere Städte entsprechend umgelegt werden. Unterstützend wird hierzu eine Landkarte mit chronologischen Handlungsanweisungen für die Umsetzung von kooperativ genutzten Midi-Hubs erstellt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-03-01 - 2021-02-28

Fertighäuser in Holzriegelbauweise stellen, v.a. durch die rasche Bauweise mittels Vorfertigung, eine bedeutende Größe in der österreichischen und europäischen Bauwirtschaft dar. Aktuell steigende Anforderungen hinsichtlich Kundenindividualisierung und verbesserter Produktqualitäten üben zusehends Druck auf den Fertighaussektor aus, dem mit bestehenden Technologien und Methoden kaum ökonomisch entgegnet werden kann. Aktuelle Prozesse weisen eine teils hohe Fehleranfälligkeit (v.a. Baustellenmontage) sowie ein hohes Maß an Verschwendung auf. Hierarchisch organisierte Prozesse in der Wertschöpfungskette sind nur geringfügig vernetzt und besitzen keine einheitliche Datenlage. Im gegenwärtigen Fertighausbau ist essentielles Knowhow in Mitarbeiterkompetenzen, bedingt durch den hohen erforderlichen Anteil an manuellen Tätigkeiten, vorhanden. Dieses Humanpotential muss im Zuge einer digitalen Transformation des Fertighausbaus berücksichtigt und integriert werden. Das konkrete Ziel dieses Projekts ist, erforderliche Methoden, Komponenten und Systeme zu erforschen, die eine bedarfsorientierte und nachhaltige digitale Transformation des Fertighausbaus ermöglichen. Hierzu wird anfänglich eine ausführliche IST Analyse des Fertighausbaus durchgeführt, bevor Funktionen von Bauteilen abstrahiert und daraus grundlegende potentielle Industrie 4.0 Konzepte für den Fertighausbau abgeleitet werden. Diese Konzepte werden im Labormaßstab erprobt bevor deren Funktionsnachweis in einer eigens dafür geschaffenen physischen sowie virtuellen Testumgebung geprüft wird. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse mit empirischen Daten aus der IST Analyse vernetzt, Auswirkungen auf den künftigen Fertigungsprozess mittels agentenbasierter ereignisorientierter Simulation abgeschätzt sowie weitere F&E Maßnahmen empfohlen. Die grundlagenorientierten Forschungsarbeiten im Projekt „Fertighausbau 4.0“ reichen bis TRL 4.

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