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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-04-01 - 2021-03-31

Das urbane Mobilitätslabor Thinkport Vienna - widmet sich der der Aufbereitung und der Verbreitung neuer Ideen und Konzept der urbanen Gütermobilität. Es entdeckt neu auftauchende oder bisher unbeantwortete Bedürfnisse im Kontext urbaner Güterlogistik. Das Labor ist hervorragend vernetzt und über alle relevanten internationalen und nationalen Initiativen sowie Unternehmen bestens informiert. Thinkport Vienna verbindet die passenden Akteure aus Forschung, Wirtschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft zu Konsortien und unterstützt die neuen Konsortien bei ihren Innovationsvorhaben. Es verfolgt das Ziel, güterlogistische Innovationen hervorzubringen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-04-01 - 2019-03-31

Hauszustellungen von regionalen Bio-Lebensmitteln, ein Segment mit erheblichen Wachstumsraten, führt zu komplexen logistischen Herausforderungen mit steigenden Auswirkungen auf die Gütermobilität. Um eine nachhaltige Lebensmittellogistik zu unterstützen und innovative Geschäftsmodelle für die Zustellung von Bio-Lebensmitteln zu fördern, sind fokussierte Lösungen unter Beachtung von lebensmittelspezifischen Faktoren von großer Bedeutung. Neben den klassischen Herausforderungen des Versandhandels wie Retourwaren und erfolglose Zustellversuche müssen zusätzlich die Lebensmittelsicherheit, Haltbarkeit und Sicherstellung einer geschlossenen Kühlkette beachtet werden. Solche Faktoren werden derzeit häufig bei der Entwicklung von Gütermobilitätskonzepten nicht explizit beachtet und erfordern deshalb zusätzliche Beachtung. Um Transportkosten und Emissionen zu verringern und zusätzlich den lebensmittelspezifischen Stand des Wissens zu erweitern, beschäftigt sich dieses Projekt mit der Nutzung vorhandener landwirtschaftlicher Lagerflächen für Konsolidierungen. Landwirtschaftliche Betriebe geben freistehende Lagerflächen zeitlich begrenzt frei um im Rahmen einer Sharing Economy selbst zusätzliche Einnahmen und Kosteneinsparungen bei den LogistikpartnerInnen zu generieren. Mehrere Bio-Lebensmittellieferungen verschiedener AnbieterInnen werden räumlich und zeitlich gebündelt. Die Entwicklung von logistischen Entscheidungsunterstützungssystemen basierend auf Simulations- und Optimierungsmethoden ermöglicht effiziente Prozesse und fördert eine nachhaltige Versorgung mit Bio-Lebensmitteln in städtischen und ländlichen Gebieten. Durch eine ganzheitliche Betrachtung der Fragestellungen unter agrarökonomischen und lebensmittelspezifischen Faktoren werden organisatorische, rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen analysiert und Geschäftsmodelle basierend auf Risk- und Revenue-Sharing-Modellen entwickelt. Dies fördert nachhaltige Entwicklungen und gewährleistet die Akzeptanz der Projektergebnisse. Durch resultierende Einsparungen von Transportwegen und einer Steigerung von Fahrzeugauslastungen wird eine nachhaltigere Gütermobilität unterstützt. Ergebnisse des Projekts werden in einem Demonstrator aufbereitet um Potentiale einer Konsolidierung von Bio-Lebensmittellieferungen mittels vorhandener Infrastruktur aufzuzeigen. Weitreichende Aktivitäten zur Verbreitung der Projektergebnisse bei verschiedenen StakeholderInnen dienen dazu diese bekannt zu machen und tragen zur Verbesserung der entwickelten Methoden bei, indem wertvolles Feedback genutzt wird. Somit werden zukünftige Implementierungen unterstützt und eine nachhaltige Lebensmittellogistik forciert.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2018-12-31

Vor allem in urbanen Gebieten gewinnt der Einkauf und Versand von Lebensmitteln über das Internet an Bedeutung. Bei verderblichen Waren stellt es Anbieter vor große logistische Herausforderungen Produkte schnell und frisch an KundInnen auszuliefern. Entstehende Zeitverluste und Ineffizienzen in der Lieferkette führen einerseits zu hohen Kosten und anderseits zu einer Zunahme von Lebensmittelabfällen. Der Fokus dieses Projekts liegt auf der Evaluierung von Lieferstrategien und der Wahl von Transportwegen. Während im stationären Einzelhandel, KundInnen die gewünschten Lebensmittel nach eigenen Bedürfnissen bezüglich Qualität und Mindesthaltbarkeitsdatum auswählen, wird diese Entscheidung im Online-Lebensmitteleinzelhandel überwiegend vom Anbieter ausgeführt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf KundInnenzufriedenheit sowie Lebensmittelabfälle und führt zu einem komplexen Zielkonflikt: um Lebensmittelabfälle zu vermeiden sollten Waren versendet werden, welche nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum sind, während KundInnen Waren mit möglichst fernem Mindesthaltbarkeitsdatum bevorzugen. Resultierende Effekte auf die Lebensmittellogistik sind derzeit wenig untersucht, haben allerdings hohe Bedeutung für unterschiedliche Stakeholdergruppen wie KonsumentInnen, Lebensmitteleinzelhändler, Logistikpartner und politische EntscheidungsträgerInnen. Um eine nachhaltige Versorgung sowie Vermeidung von Lebensmittelabfällen in urbanen Gebieten zu unterstützen, entwickelt dieses Projekt ein Endscheidungsunterstützungssystem zur logistischen Planung von Lebensmittellieferungen. Hierfür werden unterschiedliche Lieferstrategien, z.B. First-in-First-out, First-Expired-First-Out, Last-in-Last-Out, mit verschiedenen Transportwegen, z.B. direkte Lieferungen oder Konsolidierungspunkte, in einer Agentenbasierten Simulation analysiert und innerhalb eines logistischen Entscheidungsunterstützungssystems mit geographischen Informationssystemen und Optimierungsverfahren kombiniert. Basierend auf unterschiedlichen Testrechnungen an Hand von Daten aus Wien können somit verschiedene Einflussfaktoren analysiert und Auswirkungen präsentiert werden. Als Ergebnis entstehen simulations- und optimierungsbasierende Lösungsmethoden sowie Handlungsempfehlungen für EntscheidungsträgerInnen, um eine zukünftige nachhaltige Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln aus dem Internet zu ermöglichen und gleichzeitig Abfälle zu vermeiden.

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