Forschungsprojekt "KryptoStaat"


Kryptowährungen – Digitale Transaktionen – Staatliche Transformationen

Laufzeit:

1.1.2017 - 31.12.2017

Abstract:

Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel und treten neben dem "alten" Zahlungsmittel Bargeld als "neue" Währungen auf. Bitcoin, die bislang bekannteste dezentrale Kryptowährung, etabliert sich seit 2009 zunehmend als Zahlungsmittel und spekulative Finanzanlage. Kryptowährungen sind für sich genommen gesellschaftlich herausfordernde Innovationen.

Die Koexistenz traditioneller und moderner (digitaler) Zahlungsmittel führt zu Spannungen. Wenn dezentral organisierte Kryptowährungen beginnen wie traditionell zentral organisiertes Geld verwendet zu werden und Bargeld mittel- bzw langfristig verdrängen, dann transformiert dies den Staat. Individuelle Freiheiten und gesellschaftliche Mitsprachemöglichkeiten verändern sich, bewährte Mittel des Staates zur Regelung des gedeihlichen gesellschaftlichen Zusammenlebens sowie zur Sicherung der Finanzierung von Staatsaufgaben (va sozialer Wohlfahrt) können unwirksam werden.

Das Recht ist auf diese Entwicklungen unzureichend vorbereitet. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, technologisch indizierte staatliche Transformationen aufzuzeigen und neue Regulierungsmodelle für dieses Phänomen zu entwickeln.


Projektpartner:

Univ.-Prof. Dr. Tina Ehrke-Rabel, Institut für Finanzrecht der Karl-Franzens-Universität Graz, Projektleiterin

Univ.-Prof. Dr. Iris Eisenberger, M.Sc. (LSE), Institut für Rechtswissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien

Univ.-Prof. Dr. Richard Sturn, Institut für Finanzwissenschaft und Öffentliche Wirtschaft der Karl-Franzens-Universität Graz

Prof. Dr. Sebastian Pfotenhauer, S.M. (MIT), Munich Center for Technology in Society (MCTS) & TUM School of Management der Technischen Universität München


Gefördert durch:

Das Land Steiermark

Förderungsprogramm:

"Alt und Neu - Tradition und Avantgarde"


Veranstaltungen

Lehrveranstaltung "Governance of Emerging Technologies"

Im Sommersemester 2017 behandelt das Seminar "Governance of Emerging Technologies" von Univ.-Prof. Dr. Iris Eisenberger, M.Sc. (LSE) rechtliche Perspektiven zu Blockchain. Ursprünglich wurde diese Technologie als Basis für Kryptowährungen entwickelt. Mittlerweile wird sie auch in anderen Bereichen, wie etwa dem Energiesektor, eingesetzt. Die Lehrveranstaltung bietet die Möglichkeit, Chancen und Herausforderungen zu erörtern.

Der erste Termin der Lehrveranstaltung findet am 22.3.2017 um 16:00 Uhr im Hörsaal II des Gregor-Mendel-Hauses statt. Nähere Informationen zur Lehrveranstaltung finden Sie hier.