Forschung


Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2017-12-31

Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel und treten neben dem "alten" Zahlungsmittel Bargeld als "neue" Währungen auf. Bitcoin, die bislang bekannteste Kryptowährung, etabliert sich seit 2009 zunehmend als Zahlungsmittel und spekulative Finanzanlage. Kryptowährungen sind für sich genommen gesellschaftlich herausfordernde Innovationen. Die Koexistenz traditioneller und moderner Zahlungsmittel führt zu Spannungen. Wenn dezentral organisierte Kryptowährungen beginnen wie traditionell zentral organisiertes Geld verwendet zu werden und Bargeld mittel- bzw langfristig verdrängen, dann transformiert dies den Staat. Individuelle Freiheiten und gesellschaftliche Mitsprachemöglichkeiten verändern sich und bewährte Mittel des Staates zur Regelung des gedeihlichen gesellschaftlichen Zusammenlebens und zur Sicherung staatlicher Wohlfahrt und der Finanzierung von Staatsaufgaben können unwirksam werden. Das Recht ist auf diese Entwicklungen unzureichend vorbereitet. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, technologisch indizierte staatliche Transformationen aufzuzeigen und neue Regulierungsmodelle für dieses Phänomen zu entwickeln.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-10-01 - 2017-09-30

Ausgangssituation: Technologische Innovation und digitale Vernetzung im Bereich des autonomen Fahrens eröffnen zahlreiche neue Anwendungsoptionen, die bis vor kurzem undenkbar erschienen. Die Triebfeder dieser Entwicklung liegt primär im betriebswirtschaftlichen Industrieinteresse. Gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Interessen, wie die Reduktion von Schadstoffemissionen, die Reduktion der Treibhausgasse oder die Sicherung von Arbeitsplätzen im Transportgewerbe, spielen dabei so gut wie keine Rolle. Die politischen Entscheidungsträger und der Gesetzgeber greifen diese Aspekte meist erst auf, wenn in die Technologie bereits massiv investiert wurde, diese kurz vor der Marktreife steht oder ein großer Druck auf die Politik entstanden ist. Es besteht das Risiko, dass sich autonomes Fahren abgekoppelt von verkehrspolitischen Ziele und gesellschaftlichen Auswirkungen entwickelt. Deshalb ist es notwendig, verkehrspolitische Interessen vorausschauend und parallel zur technologischen Entwicklung zu verfolgen. Dies hat Vorteile für die Technologieentwickler und für die verkehrspolitische Entwicklung. Ziel und Innovation: Das Projekt AUTO-NOM zielt darauf ab, die Veränderung des Verkehrsverhaltens und die damit bedingten verkehrspolitisch relevanten Auswirkungen für die vielfältigen Möglichkeiten des autonomen Fahrens (Level 3 bis 5 lt. SAE-Standard) aufzuzeigen. Das Ergebnis soll den verkehrspolitischen Entscheidungsträgern eine Grundlage liefern, die notwendigen Maßnahmen im verkehrspolitischen Interesse Österreichs anzupassen. Dies soll zu einem volkswirtschaftlich optimierten Transformationsprozess führen, sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene. Das ist derzeit nicht der Fall. Es ist wichtig, den Themenbereich autonomes Fahren aus gesellschaftspolitischer Sicht gesamtheitlich zu betrachten und Entscheidungsgrundlagen im öffentlichen Interesse offen zu legen. Ergebnisse: Mit dem Projekt AUTO-NOM werden mögliche Mobilitätsveränderungen durch autonomen Fahren (Level 3 bis 5 lt. SAE-Standard) abgeschätzt. Hierfür werden die Potentiale und neue Services, die durch autonomes Fahren entstehen können, identifiziert. Diese werden auf ihre Auswirkungen im Mobilitätsverhalten (Modalsplit, Verkehrsleistungen etc.) untersucht. Dies erfolgt mittels Verkehrsnachfragemodellierung. Die Ergebnisse werden auf drei räumliche Einheiten (Land, Bundesland, Stadt) angewendet. Parallel dazu erfolgt eine Analyse der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen. Zusätzlich werden die Zeiträume erhoben, in denen die einzelnen Stufen des autonomen Fahrens realisierbar sind. Eine Rückkoppelung erfolgt mittels eines mehrstufigen Delphi-Verfahrens, in dem nationale und internationale Verkehrs- und RechtsexpertInnen, aber auch relevante Stakeholder befragt werden. Die Ergebnisse werden mit den verkehrspolitischen Zielsetzungen Österreichs (Gesamtverkehrsplan etc.) verglichen und eine Auflistung notwendiger verkehrlicher Maßnahmen zur Anpassung der Infrastruktur wird erstellt. Hiermit soll nicht zuletzt die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs sowie die Anschlussfähigkeit an aktuelle und zukünftige technische Innovationen sichergestellt werden.

Betreute Hochschulschriften