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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-12-01 - 2021-11-30

Die Kaffeewertschöpfungskette ist typischerweise lang: Der Kaffee wird von Kleinbauern/bäuerinnen im globalen Süden produziert und erreicht erst über HändlerInnen und Röstereien die KonsumentInnen. Herausforderungen, die dadurch entstehen, sind beispielsweise Armut von KaffeeproduzentInnen, limitierter Informationsfluss entlang der Wertschöpfungskette und Machtkonzentration bei einigen wenigen AkteurInnen im globalen Norden. Um diese Herausforderungen zu überwinden, wurden in den letzten Jahren relationale Wertschöpfungsketten (charakterisiert durch erhöhten Informationsaustausch und gegenseitigen Lernprozessen, z.B. durch direkten Handel) geschaffen. Nach Polanyis Konzept der sozialen Einbettung versuchen relationale Kaffeewertschöpfungsketten die soziale Nähe zwischen den AkteurInnen zu erhöhen. Das Doktoratsprojekt untersucht Strategien, welche trotz geographisch weit entfernten ProduzentInnen und KonsumentInnen soziale Nähe herstellen versuchen. Eine Messung der sozialen Nähe soll das Konzept der sozialen Einbettung operationalisieren. Anschließend wird die soziale Nähe von ausgewählten konventionellen und relationalen Wertschöpfungsketten gemessen. Die Konventionentheorie soll weitere Aufschlüsse über das Qualitätsverständnis der verschiedenen AkteurInnen der Kaffeewertschöpfungskette geben. Das Doktoratsprojekt versucht, Einsichten in Herausforderungen und Chancen von sozial nahen, relationalen Kaffeewertschöpfungsketten zu generieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-01 - 2019-09-30

Im Rahmen des Projektes werden Modellberechnungen zur Wirkung ausgewählter agrarpolitischer Maßnahmen auf Einkommen und Klimawirkung des österreichischen Agrarsektors durchgeführt. Diese beinhalten eine Analyse der möglichen Auswirkungen eines Entfalls der Ausgleichszulage bzw. werden Szenarien zu Varianten der Ausgleichszulage analysiert. Die Ergebnisse fließen in die Evaluierung des aktuellen Programms für ländliche Entwicklung sowie in die Ausgestaltung des neuen Programms ein.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-08-01 - 2023-07-31

Wissenschaftliche Modellierungsergebnisse zur globalen Energiewende zeigen derzeit, dass ein Übergang zu erneuerbaren Energien mit einem Rückgang des Handels von erneuerbaren Energien einhergeht - ermöglicht durch elektrifizierte Energiesysteme auf Landes- oder Kontinentalebene. Diese Modellierungsansätze vernachlässigen aber teilweise, dass es in erneuerbaren Energiesystemen auch starke Treiber in Richtung Globalisierung gibt. Vor allem (i) leicht handelbare, kostengünstige Treibstoffe (z.b. Wasserstoff, der direkt über die solare Strahlung oder über Elektrizität erzeugt wird), (ii) stark unterschiedliche regionale bio-physikalischen Bedingungen (z.b. solare Strahlungsintensität und Wasserverfügbarkeit) uund (iii) regionale Unterschiede in sozialen Landnutzungsbeschränkungen für den Ausbau von Energieinfrastruktur können Handelsströme in erneuerbaren Energiesystemen im Vergleich zum derzeitigen fossilen System sogar erhöhen. Dieses Projekt zielt darauf ab zu verstehen, wie die räumliche Konfiguration von erneuerbaren Energien in dekarbonisierten Energiesystemen durch diese Treiber beeinflusst wird. Zu diesem Zweck entwickeln wir ein globales erneuerbares Energiesystem, welches Elemente von Energiesystem- und Landnutzungsmodellen verbindet. Das Modell wird nach Open Source Standards entwickelt und berücksichtigt bio-physikalische Bedingungen zur Produktion von erneuerbaren Treibstoffen und Strom, soziale Landnutzungseinschränkungen, und eine Karte existierender Energieinfrastruktur in hoher Auflösung. Wir integrieren Open Data Quellen von öffentlichen Institutionen, benutzergenerierte GIS Daten, und sozialen Netzwerken. Existierende Modelle für Europa und Brasilien werden zur Validierung verwendet. Qualitative Interviews in lokalen Fallstudien ergänzen das globale Modell und erhöhen unser Verständnis für Landnutzungseinschränkungen auf der lokalen Ebene. Unser Projekt hat Auswirkungen, die über die Energiesystemperspektive hinausreichen: wir identifizieren mögliche Gewinner und Verliererregionen der globalen Energiewende, was für zukünftige Klimawandelsmitigationsverhandlungen von hoher Bedeutung ist. Zusätzlich erlauben die von uns erstellten räumlichen Indikatoren und Karten viele potentielle Anwendungen.

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