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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-06-01 - 2019-05-31

Ziel des Projektes ist es, • in einem integrativen Modellverbund die österreichische Bioökonomie unter sich verändernden Rahmenbedingungen auf lokaler bis globaler Ebene (z.B. Klima, Politik, Markt) abzubilden, • Typen und Quellen von Unsicherheiten im Modellverbund zu identifizieren und zu analysieren sowie • die Unsicherheiten in einem mit potenziellen NutzerInnen von Modellergebnissen abgestimmten und für sie effizienten Format zu kommunizieren. Der integrative Modellverbund zur Untersuchung der österreichischen Bioökonomie besteht aus einem bio-physikalischen Prozessmodell, einem agronomischen Modell, einem räumlich expliziten Bottom-up Modell für die Sektoren Land- und Forstwirtschaft in Österreich, einem Bottom-up partiellen Gleichgewichtsmodell für die globale Land- und Forstwirtschaft sowie einem ökonometrischen Input-Output Modell für Österreich. Die Identifikation der Unsicherheiten und ihrer Propagation im Modellverbund erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst definieren wir Typen und Quellen von Unsicherheiten. Dann identifizieren wir in Kooperation mit StakeholderInnen jene Modellparameter und Modell-Inputdaten, die im Kontext von Szenarien bzgl. Klima, Markt und Politik mit hoher Wahrscheinlichkeit die Modellresultate und die Unsicherheiten am stärksten beeinflussen. Im nächsten Schritt wählen wir unter Berücksichtigung von Zeit- und Rechenaufwand eine adäquate Methode zur Analyse der Unsicherheiten im Modellbund aus, um schließlich zu analysieren, welche Typen und Quellen der Unsicherheit die Sensitivität der Modelle und des Modellverbunds am stärksten beeinflussen. Die Projektergebnisse sollen dazu beitragen, robuste Mitigations- und Adaptationsstrategien in der österreichischen Bioökonomie zu identifizieren, die damit einhergehenden Unsicherheiten zu analysieren und in einem von EntscheidungträgerInnen als effizient bewertetem Format zu kommunizieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-05-01 - 2017-10-31

Dieses Arbeitspapier untersucht, wie die Förderpolitik für erneuerbare Energien in Österreich neu gestaltet werden kann, um die Kosteneffizienz und Anreize zur Systemintegration unter Planbarkeit der Kostenentwicklung zu erhöhen. Im einleitenden Teil stellen wir das bestehende Einspeisetarifsystem vor, zeigen den dadurch erzielten Ausbau und untersuchen, welche Ausbauszenarien für erneuerbare Energien bis 2025 in Österreich realistisch erscheinen. Im nachfolgenden ersten Analyseteil stellen wir ausführlich verschiedene Formen von Prämientarifen vor, und untersuchen an Hand vorhandener Literatur, wie sich diese auf Kosteneffizienz und die Anreize zur Systemintegration auswirken. Prämientarife mit monatlicher oder jährlicher Anpassung der Prämien, mit Mindest- und Höchstprämien und mit speziellen Mechanismen zur Anreizminimierung bei negativen Preisen werden miteinander verglichen: das Risiko der teilnehmenden UnternehmerInnen, die Kosteneffizienz der Lösungen und die daraus resultierenden Anreize zur Systemintegration stehen im Fokus der Analyse. Wir untersuchen hier auch, welche Technologien und Anlagengrößen für eine Prämienförderung besonders in Frage kommen und welche alternativen Instrumente für andere Technologien oder Anlagegrößen relevant sein könnten. Im zweiten Teil analysieren wir, wie das Prämiensystem gestaltet werden kann, um einen stabilen Ausbau unter planbaren Kosten und Minimierung von sozialen Konflikten durch AnrainerInnen zu erreichen. Die Bestimmung der Förderhöhe für erneuerbare Energien durch Auktionen oder durch administrierte Tarife wird im dritten Teil diskutiert: wir zeigen wie Auktionen gestaltet werden können – und Herausforderungen, die mit Auktionen verbunden sind. Hier wird vor allem auf die besondere Situation Österreichs als kleiner Markt eingegangen. In einer abschließenden Zusammenschau geben wir einen Gesamtüberblick über die Eigenschaften der untersuchten Prämiensysteme und ziehen Schlussfolgerungen in Hinsicht auf die Ausgestaltung der neuen österreichschen Förderpolitik.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-09-01 - 2018-08-31

EU Herkunftsbezeichnungen ermöglichen regional organisierten Betrieben die mit der geographischen Herkunft zusammenhängende Qualität ihrer Lebensmittel zu schützen. Die gemeinsam definierten Standards sichern zum einen traditionelle Qualität, müssen zum anderen aber auch an neue gesellschaftliche Bedürfnisse (z.B. Nachhaltigkeit, Tierschutz), an neue technologische Möglichkeiten oder sich ändernde Konkurrenzbedingungen angepasst werden. Eine vergleichende Analyse von österreichischen und italienischen Herkunftsangaben soll untersuchen, wie, mit welchem Aufwand und unter welchen Rahmenbedingungen die kollektiv definierten Qualitätsstandards von den Firmen weiter entwickelt werden können. Die Ergebnisse tragen zum sehr jungen Forschungsfeld der Institutionen kollektiven Handelns bei, versprechen aber auch hohe praktische Relevanz für den Lebensmittelsektor (z.B. Empfehlungen für die Anpassung von Produkt Spezifikationen).

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