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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-09-18 - 2020-09-17

Klima-Services zu Landnutzung, Energie- und Wassermanagement müssen die Verflechtung dieser Sektoren berücksichtigen, wenn Entscheidungstools für AkteurInnen (z.B. politische EntscheidungsträgerInnen) bereitgestellt werden sollen. In trockenheitsgefährdeten Regionen, wo unterschiedliche Ansprüche zur Wassernutzung erhoben werden (z.B. Trinkwasser, Bewässerung in der Landwirtschaft, energetische Nutzung), wird die Verflechtung der Sektoren Wasser, Energie und Land besonders augenfällig. Für diese Regionen bedarf es sektorübergreifender Untersuchungen, um unter sich verändernden klimatischen Rahmenbedingungen effektive Politikmaßnahmen, rentable Investitions- und Managemententscheidungen aufzuzeigen. Das Projekt CLISWELN zielt darauf ab, Klima-Services für trockenheitsgefährdete Regionen bereitzustellen. Dazu wird unter Einbindung von StakeholderInnen ein ‚Integrated Nexus Framework‘ entwickelt, um Synergien zwischen Mitigations- und Adaptationszielen offenzulegen sowie ihren Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals zu untersuchen. Weiters sollen in Fallstudienregionen mittels integrativer Modellanalysen und unter Einbindung von StakeholderInnen Auswirkungen von Klimaveränderungen, und insbesondere von Dürreereignissen, auf Landnutzung, Energie- und Wassermanagement aufgezeigt werden. Die Ergebnisse sowie deren Unsicherheiten sollen in den Fallstudienregionen und darüber hinaus diskutiert werden und als Entscheidungshilfe für unterschiedliche AkteurInnen dienen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-09-01 - 2020-08-31

Ökonominnen haben immer wieder gezeigt, dass unsichere Eigentumsverhältnisse zur einer ineffizient Allokation von Ressourcen führen. Ein Beispiel dafür sind gepachtete landwirtschaftliche Flächen. Wenn eine Landwirtin damit rechnen muss, den gepachteten Boden nur für ein paar Jahre zur Verfügung zu haben, dann wird sie vielleicht bei der Bewirtschaftung dieses Bodens weniger Sorgfalt walten lassen als auf ihrem Eigentum. Sie würde dann beispielsweise erosionsanfälliger Pflanzensorten anbauen und kürzere oder keine Fruchtfolgen anwenden. Dies führt langfristig zur einer geringeren Bodenqualität und Ertragsfähigkeit. Die Pachtanteile bei landwirtschaftlichem Boden sind in den meisten Ländern der EU bereits sehr hoch und steigen weiter an. Daher erscheint es wichtig, den Einfluss von Besitzverhältnissen auf das Landnutzungsverhalten der Landwirte zu verstehen, um, wenn nötig, entsprechende Gegenmaßnahmen zu setzen. Eine solche Möglichkeit sind freiwillige Agrarumweltprogramme, die Landwirten einen monetären Anreiz für umweltfreundliche Produktionsverfahren bieten. Vor diesem Hintergrund versucht dieses Forschungsprojekt den Einfluss von Eigentumsrechten und Agrarumweltprogrammen auf das Verhalten der Landwirte bezüglich des Bodenschutzes zu erforschen. Unter anderem stellen wir uns folgende Fragen: 1) Wie wirken sich Eigentumsrechte und Vertragslaufzeiten auf die angebaute Pflanzenart und die Fruchtfolge aus? 2) Inwieweit spielt das Eigentumsverhältnis bei der Teilnahme an Agrarumweltprogrammen eine Rolle? 3) Gibt es einen positiven oder einen negativen Zusammenhang zwischen der ökonomischen Effizienz und der Umwelteffizienz landwirtschaftlicher Betriebe, und welche Rolle spielen dabei Eigentumsverhältnisse? 4) Was für einen Bezug zur Natur haben Landwirte, und hängt ihr tatsächliches Landnutzungsverhalten bzw. ihre Teilnahme an Agrarumweltprogrammen damit zusammen? 5) Können wir unterschiedliche Typen von Landwirten identifizieren, die man eventuell auf unterschiedliche Art und Weise zu umweltgerechteren Verhalten motivieren kann? Um diese Fragen zu beantworten, greifen wir sowohl auf ökonomische als auch auf sozialpsychologische Theorien und Modelle zurück. Wir versuchen diese Methoden zu erweitern, und an die Entscheidungssituation relativ kleiner Nebenerwerbs- bzw. Familienbetriebe, deren Handeln eng mit der Natur verknüpft ist, anzupassen. Der empirische Teil unserer Arbeit basiert auf einer sehr umfangreichen und außergewöhnlich guten Datenbasis. Einerseits verwenden wir einen Datensatz, der für ganz Österreich über mehrere Jahre die Anbauentscheidung der Landwirte auf einzelnen Feldern beinhaltet. Andererseits verbinden wir ökonomische Daten aus den Buchführungsergebnissen einzelner Betriebe mit Daten aus einer sozialpsychologisch motivierten Befragung dieser Landwirte. Die Ergebnisse unserer Forschung führen zu einem besseren Verständnis der Landnutzungsentscheidungen von Landwirten und wie diese durch die institutionellen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Damit leistet sie einen Beitrag zur langfristigen Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Das Projekt ist Teil der DFG Forschergurppe “Agricultural Land Markets – Efficiency and Regulation”.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-06-01 - 2019-05-31

Ziel des Projektes ist es, • in einem integrativen Modellverbund die österreichische Bioökonomie unter sich verändernden Rahmenbedingungen auf lokaler bis globaler Ebene (z.B. Klima, Politik, Markt) abzubilden, • Typen und Quellen von Unsicherheiten im Modellverbund zu identifizieren und zu analysieren sowie • die Unsicherheiten in einem mit potenziellen NutzerInnen von Modellergebnissen abgestimmten und für sie effizienten Format zu kommunizieren. Der integrative Modellverbund zur Untersuchung der österreichischen Bioökonomie besteht aus einem bio-physikalischen Prozessmodell, einem agronomischen Modell, einem räumlich expliziten Bottom-up Modell für die Sektoren Land- und Forstwirtschaft in Österreich, einem Bottom-up partiellen Gleichgewichtsmodell für die globale Land- und Forstwirtschaft sowie einem ökonometrischen Input-Output Modell für Österreich. Die Identifikation der Unsicherheiten und ihrer Propagation im Modellverbund erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst definieren wir Typen und Quellen von Unsicherheiten. Dann identifizieren wir in Kooperation mit StakeholderInnen jene Modellparameter und Modell-Inputdaten, die im Kontext von Szenarien bzgl. Klima, Markt und Politik mit hoher Wahrscheinlichkeit die Modellresultate und die Unsicherheiten am stärksten beeinflussen. Im nächsten Schritt wählen wir unter Berücksichtigung von Zeit- und Rechenaufwand eine adäquate Methode zur Analyse der Unsicherheiten im Modellbund aus, um schließlich zu analysieren, welche Typen und Quellen der Unsicherheit die Sensitivität der Modelle und des Modellverbunds am stärksten beeinflussen. Die Projektergebnisse sollen dazu beitragen, robuste Mitigations- und Adaptationsstrategien in der österreichischen Bioökonomie zu identifizieren, die damit einhergehenden Unsicherheiten zu analysieren und in einem von EntscheidungträgerInnen als effizient bewertetem Format zu kommunizieren.

Betreute Hochschulschriften