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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-01 - 2019-06-30

Die Investitionsförderung beansprucht einen Großteil des Budgets der Säule 2. Zur Überprüfung des Erreichens der im Programm definierten Ziele werden laufend Evaluierungen durchgeführt. Zu diesen Evaluierungsberichten sollen im geplanten Forschungsprojekt vertiefende Analysen zum Einfluss der Investitionsförderung auf die strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe angestellt werden. Ein besonderes Augenmerk soll auch auf die Arbeitsproduktivität und das Produktportfolio der Betriebe gesetzt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2021-08-31

Die Menge der global gehandelten Güter wächst rasant an, das gilt auch für land- und forstwirtschaftliche Produkte wie Nahrung, Bioenergieträger und Holzprodukte. Die Umweltauswirkungen unseres Konsums geraten dadurch zunehmend aus unserem Sichtfeld. Landnutzungsänderungen, wie beispielsweise die Rodung von Wäldern für den Anbau von Feldfrüchten, setzen Kohlenstoff in die Atmosphäre frei, bzw. können ihn auch wieder binden (z.B. durch Aufforstung). Global tragen Landnutzungsänderungen noch immer rund 10% zu den jährlichen Treibhausgasemissionen bei, in tropischen Ländern sind sie oft größer als Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Für die Eindämmung des globalen Klimawandels sind Emissionsreduktionen unerlässlich. Die Eliminierung von Emissionen durch Landnutzungswandel wird dabei oft als besonders kostengünstig und vielversprechend angesehen. Dazu können sowohl produktionsseitige (z.B. Abholzungsverbote) als auch konsumseitige Maßnahmen (z.B. Änderung der Menge, der Herkunft oder der Qualität konsumierter Nahrung) zielführend sein. Allerdings fehlen global Bilanzen, die eindeutige Verbindungen zwischen konsumierten Produkten und Kohlenstoffemissionen durch Landnutzungswandel herstellen (für Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger sind vergleichbare Bilanzierungen vorhanden). CoBALUCE zielt darauf ab, Bilanzierungstechniken für Emissionen durch Landnutzungswandel zu entwickeln und auf globaler Ebene anzuwenden. Ziel ist dabei, 80-90% der globalen landbezogenen Kohlenstoffemissionen dem Konsum einzelner land- und forstwirtschaftlicher Produkte zuzuordnen. Dazu werden detaillierte Informationen über bilaterale Handelsverflechtungen mit räumlich expliziten Information zu Landnutzung und Landnutzungswandel verbunden. Eine mindestens drei Jahrzehnte umfassende Zeitreihe soll rezente Entwicklungen abbilden. Ob Landflächen Kohlenstoff binden oder emittieren, hängt zum Teil auch von ihrer Landnutzungsgeschichte ab. Eine Herausforderung ist es daher, die Kohlenstoffemissionen, die heute durch vergangene Landnutzung hervorgerufen werden („legacy effects“), von den Effekten gegenwärtiger Landnutzung zu trennen. Im Forschungsprojekt werden verschiedene Mechanismen, wie die Emissionen den einzelnen Produkten zugeschrieben werden können, entwickelt und getestet und in Workshops mit ausgewiesenen internationalen Experten und Expertinnen diskutiert. Die entwickelten Datenbanken können eine robuste Entscheidungsgrundlage bei der Ausarbeitung von Maßnahmen zur Bekämpfung des globalen Klimawandels bieten. So bilden sie beispielsweise ab, welche Länder – aus einer Umweltperspektive – überproportional durch internationalen Handel profitieren und in welchen Ländern das Gegenteil der Fall ist.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-12-01 - 2021-11-30

Die Kaffeewertschöpfungskette ist typischerweise lang: Der Kaffee wird von Kleinbauern/bäuerinnen im globalen Süden produziert und erreicht erst über HändlerInnen und Röstereien die KonsumentInnen. Herausforderungen, die dadurch entstehen, sind beispielsweise Armut von KaffeeproduzentInnen, limitierter Informationsfluss entlang der Wertschöpfungskette und Machtkonzentration bei einigen wenigen AkteurInnen im globalen Norden. Um diese Herausforderungen zu überwinden, wurden in den letzten Jahren relationale Wertschöpfungsketten (charakterisiert durch erhöhten Informationsaustausch und gegenseitigen Lernprozessen, z.B. durch direkten Handel) geschaffen. Nach Polanyis Konzept der sozialen Einbettung versuchen relationale Kaffeewertschöpfungsketten die soziale Nähe zwischen den AkteurInnen zu erhöhen. Das Doktoratsprojekt untersucht Strategien, welche trotz geographisch weit entfernten ProduzentInnen und KonsumentInnen soziale Nähe herstellen versuchen. Eine Messung der sozialen Nähe soll das Konzept der sozialen Einbettung operationalisieren. Anschließend wird die soziale Nähe von ausgewählten konventionellen und relationalen Wertschöpfungsketten gemessen. Die Konventionentheorie soll weitere Aufschlüsse über das Qualitätsverständnis der verschiedenen AkteurInnen der Kaffeewertschöpfungskette geben. Das Doktoratsprojekt versucht, Einsichten in Herausforderungen und Chancen von sozial nahen, relationalen Kaffeewertschöpfungsketten zu generieren.

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